Quelle: blog.emints.org

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Web-Pressekonferenzen werden immer interessanter – sowohl für Unternehmen, als auch für die Presse. Die Vorteile für Unternehmen liegen auf der Hand: Es muss zum Beispiel kein Raum gebucht und keine An- und Abreise organisiert werden. Aber auch die Vertreter der Presse können durch die Übertragung direkt an den eigenen Schreibtisch viel kostbare Zeit sparen, die für die Teilnahme an einer traditionellen PK aufgewendet werden muss. Darüber hinaus eignen sich die Übertragungen im Internet auch, die immer wichtiger werdende Zielgruppe der Online-Redakteure und Blogger zu erreichen.Eine besonders attraktive Version der Web-PK bietet derzeit Google, mit den sogenannten Hangouts. Außer Marken, wie Adidas und Ubisoft nutzten auch Politiker, wie  US-Präsident Obama oder Bundeskanzlerin Angela Merkel Google Hangouts, um sich zeitgemäß zu präsentieren.

Was ist ein Hangout

Ein Hangout ist im Grunde eine Videokonferenz, an der sich bis zu 10 Teilnehmer aktiv einbringen können. Die Diskussion selbst ist dabei mit einer Podiumsdiskussion vergleichbar, auf der ausgesuchte Akteure, geführt von einem Moderator, miteinander sprechen. Das Publikum kann über Chat- und Kommentarfunktionen von Google+ und YouTube miteinbezogen werden. Auch die Beteiligung über Twitter ist möglich. Verfügt man über eine webcam, ein Mikrofon und einen Google+ Account, steht dem eigenen Hangout nichts mehr im Weg. Es kann wahlweise öffentlich oder in einer geschlossenen Gruppe über die Google+ Seite oder den firmeneigenen YouTube-Channel gesendet werden. Das Senden über YouTube bietet den Vorteil, dass auch wer nicht in Google+ seine Kreise zieht die Sendung verfolgen kann.Ist das sinnvoll?

Zunächst einmal: Google+ Hangouts sind kostenlos. Es braucht also keinen Premium-Account, wie es häufig bei anderen Anbietern der Fall ist und

Quelle: business2community.com

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der direkte Kanal zu YouTube ermöglicht die Konservierung des erstellten Materials für die spätere Bearbeitung und Wiederverwertung. Das Videomaterial ist verhältnismäßig leicht produziert, authentisch und verleiht der Botschaft ein menschliches Gesicht. Außerdem kann das Video auf websiten, wie beispielsweise der Unternehmenshomepage eingebunden werden.

Einziger Wehmutstropfen: Der persönliche Kontakt, der auf Pressekonferenzen und vergleichbare Events zustande kommt, lässt sich bei den Hangouts nur schwer realisieren.

Vorteile von Google Hangouts

Neben Google gibt es natürlich auch andere Anbieter, die die Technik für Videokonferenzen bereitstellen. Das Alleinstellungsmerkmal der Google Hangouts ist die Einbindung in das Google-Netzwerk, vor allem die (auf Wunsch) automatische Einbindung auf YouTube ist ein großer Vorteil für die Verbreitung der Inhalte. Hinzu kommt die nutzerfreundliche Struktur der Hangouts, die Bedienung ist einfach, es wird keine zusätzliche Software benötigt und es werden unzählige Apps kostenfrei zum Editieren der Videos angeboten. Zudem hat der Gastgeber des Hangouts während der Live-Show die Möglichkeit, zu sehen, wie viele User gerade den Hangout beobachten, um so die Reichweite zu überprüfen.

Analoges Recht für digitale Technik

Der einzige Nachteil der Hangouts on Air ist, dass die rechtliche Situation in Deutschland noch nicht vollständig geklärt ist. Streng genommen fallen Hangouts on Air nämlich unter das Rundfunkgesetz. Das heißt, wer nicht über eine entsprechende Lizenz verfügt, riskiert ab 500 Zuschauern die Einstufung als Rundfunkangebot – und damit ein entsprechendes Ordnungsgeld. Dieses Risiko lässt sich zwar minimieren, ohne den Erwerb einer Rundfunklizenz jedoch nicht völlig ausschließen – wenigstens bis die veralteten Landesrundfunkgesetze angepasst wurden.

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