GoogleSpätestens seit der Fernsehwerbung bekannt: die Google App mit Google Now für das Smartphone. Ein Programm der Suchmaschine, das nicht nur Suchanfragen per Sprachbefehl steuert, sondern auch, wie Siri oder Medusa, antwortet. Bevor Google Now aktiviert werden kann, müssen allerdings unzählige Zugriffs-Zustimmungen gewährleistet werden – für alle Datenschutz und Privatsphären-Liebhaber also weniger geeignet.

Google Now ist bei Aktivierung immer im Hintergrund ausgeführt, erkennt Wege per GPS die man zurücklegt und kann somit jeden Tag über das Bewegungsverhalten des Smartphone-Users dazu lernen, so zumindest das Versprechen. Aus Sicht einer Suchmaschine clever: Denn, sie ist noch relevanter und besser, wenn sie Fragen beantwortet, bevor sie gestellt werden. Gehe ich täglich zur selben Zeit, die selbe Route (z.B. zur Arbeit um 8:00 Uhr), wird Google dies auswerten und mir bereits im Vorfeld mitteilen, ob Stau auf der Route und wie das Wetter ist. Gehe ich zu spät aus dem  Haus zur Arbeit, soll sich Google auch hier melden und daran erinnern, dass es Zeit zu gehen ist.

So viel zur Theorie. Aber ist das wirklich praktisch und Praxis-tauglich? Werde ich an einem Feiertag geweckt weil Google meint, ich solle zur Arbeit? Ich möchte es selbst ausprobieren und beginne heute mit der Testphase. Zudem möchte ich Google etwas testen und herausfinden, was Google bereits über mich weiß.

 Der Beginn unserer Beziehung läuft etwas schleppend:

  • Ich: „Okay Google, erinnere mich, dass Petra morgen Geburtstag hat.“
  • Google: „Wecker wird auf 1 Uhr Nachts gestellt“
  • Ich: „Morgen habe ich einen Arbeitstermin um 16h“
  • Google gibt mir ein Suchergebnis: 5 Gründe, um 5 Uhr morgens aufzustehen

Zugegeben, Humor ist immer in einer Beziehung von Vorteil. Aber den Wecker so zu stellen ist gemein. Ich habe drei unterschiedliche Versuche gemacht mit dem Ergebnis, dass ich drei Mal den Wecker zu inhumanen Uhrzeiten gestellt habe. Im Internet (über Google-Suche am PC) wird empfohlen, die App zu aktualisieren. Das mache ich. Und siehe da:

  • „Okay Google, Termin morgen 16h“
  • Google: „Entwurf Besprechung Montag, 16:00 bis 16:30h“

Schon besser. Aber weiß Google auch schon etwas über mein Privatleben?

  • „Okay Google, rufe meine Freundin an.“
  • Google: „Zur Verbesserung der Kontakterkennung muss Google die Kontakte auf ihrem Gerät nutzen und speichern“.

Na gut – dieses Vertrauen muss erst aufgebaut werden, bevor ich private Dinge teile. Ich bleibe aber gespannt und werde berichten, ob sich mein Verhältnis zu Google intensiviert, oder wir uns trennen müssen. To be continued….

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